Reblaus-Zunft Hausen an der Aach 2004 e.V.

Geschichte

Bereits in den frühen Sechzigern gab es in Hausen eine Fastnachtsgruppe, die sich als Elferrat präsentierten. Die Fastnacht fand damals nur als Straßenfastnacht statt. 

Auf dem Bild: Stehend v. links:   Josef Wick, Johann Stocker, Oskar Wick, Alfons Wick, Richard Graf, Philip Böhler, Werner Meitz, Josef Stadelhofer; Kniend v. links:  Paul Wick, Werner Bürklin, Arnold Stocker

Kurz darauf wurde ein Fanfarenzug ins Leben gerufen, aus dem später der Musikverein entstand. Der Musikverein war damals der Ausrichter der Dorffastnacht.

Im Jahr 1994 wurde die Zimmermannsgilde als freie Gruppe gegründet. Gebildet hat sich die Zimmermanns-Gilde durch die Helfer, die Pirmin und Siegfried Bölle 1994 beim Bau ihres Wohnhauses behilflich waren. Im Jahr 1995 hatte man die ersten Baumzangen bei Fam. Bölle im Hof gebaut, um an Fastnacht das erste Mal den Narrenbaum damit aufzustellen, was damals im Dorf sehr positiv aufgenommen wurde. Der Ablauf an Fastnacht war folgender:

Treffpunkt war am Mittwochabend vor dem Schmutzigen Dunschtig. Die Gilde traf sich bei Wolfgang Handloser, um hier einen kleinen Narrenbaum auf zu stellen, worauf erst mal kräftig angestoßen wurde. Am Donnerstagmorgen ging es zum Frühstück zu Familie Thurner, anschließend ab in den Wald, um den Narrenbaum zu fällen. Danach wärmten sich die Zimmermänner am Lagerfeuer, welches Gottfried Moßbrugger zuvor gerichtet hatte, und stärkten sich mit Wurst und Wecken. Anschließend fuhr Alois Margraf mit dem Narrenbaum im Schlepp ins Dorf. An der Eichenhalle angekommen, nahmen die Holzer am Schnörrle-Essen teil und gönnten sich eine Pause.

Am Nachmittag fand der Narrenbaumumzug durchs Dorf statt. Im Anschluss an den Umzug wurde der Narrenbaum das erste Mal mit Muskelkraft und den neuen Zangen aufgestellt. Abschließend wurde das Schild mit dem Schriftzug „Zimmermanns-Gilde“, welches von Peter Beuter angefertigt wurde, am Baum befestigt. Nun ging es in die Eichenhalle, um mitzufeiern. Seit der Gründung des Narrenvereins gehört die Gilde, unter der Leitung von Edgar Völkel, der Reblaus –Zunft an.

Im Jahr 1981 rief der heutige Ortsvorsteher Thomas Stocker den  „Hausener Narrenspiegel“  ins Leben. Der Narrenspiegel ist bis zum heutigen Tag ein Highlight der Fastnacht in Hausen. Mitwirken kann und soll jedermann, ob klein oder groß. Jeder ist herzlich willkommen.

Dem Publikum wird von Anfang bis Ende ein sehr einfalls- und abwechslungsreiches Programm geboten. Der Narrenspiegel, der immer am Fastnachtssamstag stattfindet, lockt nicht nur Hausener sondern auch Zuschauer aus den umliegenden Gemeinden an.